Hund genießt ein Bad voller Schaum | Welpenfutter

Weiches Fell, klare Haut – ein Zusammenhang?

Haut und Fell sind nicht nur Schutzschicht und Wärmeregler – sie sind auch Ausdruck des inneren Gleichgewichts. Wer mit Hunden lebt, weiß: Glanz, Schuppen, Juckreiz oder ein stumpfes Fell sind sichtbare Zeichen dafür, dass im Körper etwas in Bewegung ist – oder fehlt. Gerade in der Wachstumsphase reagieren junge Tiere besonders fein auf äußere Reize und innere Schwankungen. Die Haut ist dabei ein Frühwarnsystem. Veränderungen zeigen sich oft zuerst im äußeren Bild, lange bevor sie im Verhalten sichtbar werden. Nicht selten wird über Pflegeprodukte nachgedacht, wenn es juckt oder schuppt. Doch viele dieser Probleme beginnen nicht außen – sondern innen. Die Haut ist ein Organ, das stark von Stoffwechsel, Verdauung und Mikronährstoffen beeinflusst wird. Wer den Zusammenhang zwischen Innenleben und äußeren Erscheinungen versteht, kann frühzeitig reagieren. Und genau das macht einen Unterschied – im Alltag und im langfristigen Wohlbefinden des Tieres.

Wenn Nährstoffe sichtbar werden

Vitamine, Spurenelemente, Fettsäuren – was uns beim Menschen als Hauthelfer längst bekannt ist, gilt auch für junge Hunde. Besonders in der Entwicklungsphase brauchen Zellen verlässliche Bausteine, um sich gesund aufzubauen. Hautzellen erneuern sich regelmäßig, das Fell wächst kontinuierlich – und dafür ist ein stabiler Nährstofffluss unerlässlich. Ein Mangel an Zink kann Hautentzündungen begünstigen, ein Ungleichgewicht bei Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren macht sich oft zuerst in trockenem, sprödem Fell bemerkbar. Auch Eiweiße spielen eine wichtige Rolle, da sie die Grundlage für Keratin bilden – den Baustoff von Haut und Haar. Was der Körper nicht bekommt, kann er nicht einbauen. Und gerade bei Welpen ist die Versorgungslage entscheidend, da sich Strukturen noch entwickeln. Deshalb lohnt es sich, nicht nur auf die äußere Erscheinung zu achten, sondern die Ursache mitzudenken: Ernährung ist ein stiller Mitgestalter. Wer hier gezielt unterstützt, stärkt Hautbarriere, Zellaufbau und Regenerationskraft.

Zahnpflege bei Hund mit Bürste | Welpenfutter

Qualität, die unter die Haut geht

Nicht jede Hautveränderung ist ein Pflegefehler – oft ist sie ein Ernährungsthema. Besonders beim Einstieg in die Fütterung ist es wichtig, auf Zusammensetzung, Herkunft und Verarbeitung der Inhaltsstoffe zu achten. Gutes Welpenfutter ist nicht nur sättigend, sondern versorgt das Tier mit dem, was für gesunde Entwicklung notwendig ist – von innen heraus. Dabei geht es nicht um möglichst viele Zutaten, sondern um gezielte, natürliche Bausteine in ausgewogener Form. Hochwertige Öle, tierische Proteine mit guter Verdaulichkeit und pflanzliche Bestandteile mit funktionalem Nutzen können helfen, die Hautstruktur zu stabilisieren und die Fellqualität zu verbessern. Auch der Verdauungstrakt spielt eine entscheidende Rolle: Ist die Darmflora im Gleichgewicht, werden Nährstoffe besser aufgenommen. Hier lohnt sich ein kritischer Blick auf das Etikett. In diesem Zusammenhang hat sich auch Welpenfutter mit klarer, transparenter Rezeptur bewährt – weil es nicht auf Masse setzt, sondern auf Verträglichkeit, Bioverfügbarkeit und natürliche Balance.

Checkliste: Worauf bei Haut & Fell geachtet werden sollte

Beobachtung Mögliche Ursache
Stumpfes, glanzloses Fell Mangel an essentiellen Fettsäuren (z. B. Omega 3)
Schuppen oder trockene Haut Fehlerhafte Fettversorgung oder Zinkmangel
Juckreiz oder Rötungen Futterunverträglichkeit oder Proteinüberschuss
Häufiges Fellwechseln hormonelle Umstellung oder Nährstoffdefizit
Geruch der Haut gestörte Hautflora oder falsche Darmbesiedlung
Verzögerte Wundheilung Vitaminmangel (z. B. A oder E)
Heißhunger auf Gras oder Erde Spurenelementemangel
Glänzendes, dichtes Fell ausgewogene Nährstoffversorgung, gute Verdauung
Wenig Haarausfall stabile Hautbarriere und Zellstruktur
Positive Veränderung nach Futterwechsel Nährstoffaufnahme verbessert, Unverträglichkeiten reduziert

Im Interview: Dr. Ricarda Thewes, Tierärztin mit Schwerpunkt Tierernährung und dermatologische Begleitung von Welpen und Junghunden.

Wie früh zeigt sich, ob das Futter dem Hund gut bekommt?
„Relativ schnell. Bei Welpen sieht man innerhalb von zwei bis drei Wochen, ob das Futter passt – am Fell, an der Haut, aber auch am Verhalten und am Output.“

Welche Nährstoffe sind aus Ihrer Sicht besonders wichtig für Haut und Fell?
„Essentielle Fettsäuren wie EPA und DHA, Zink, Biotin und hochwertige Eiweiße. Aber auch sekundäre Pflanzenstoffe und ein gesunder Darm sind entscheidend für die Hautgesundheit.“

Was ist der häufigste Fehler bei der Ernährung in den ersten Monaten?
„Oft wird zu viel ausprobiert oder zu früh gewechselt. Die Verdauung und die Haut brauchen Stabilität – und hochwertige, klar definierte Zutaten.“

Wie erkenne ich, ob es sich um ein Hautproblem oder um eine Futterunverträglichkeit handelt?
„Meist geht es Hand in Hand. Wenn die Haut juckt, sich Rötungen zeigen oder das Fell auffällig stumpf wird, ist Ernährung fast immer beteiligt. Eine Ausschlussdiät kann da klären.“

Welche Rolle spielen Hundesnacks in Bezug auf Hautthemen?
„Eine große. Viele vergessen, dass Snacks wie kleine Mahlzeiten wirken. Gerade bei empfindlicher Haut sollte auch hier auf Qualität geachtet werden – möglichst getreidefrei und ohne künstliche Zusatzstoffe.“

Ihr persönlicher Tipp für ein schönes Fell?
„Weniger ist mehr – solange es hochwertig ist. Gutes Futter, sauberes Wasser, ein ruhiger Magen-Darm-Trakt. Dann glänzt auch das Fell.“

Vielen Dank für das aufschlussreiche Gespräch.

Hund sitzt vor zwei Futternäpfen | Welpenfutter

Mehr als nur Oberfläche

Wer das Fell berührt, spürt mehr als nur Struktur. Man spürt den Zustand des Tieres – seinen Stoffwechsel, sein Wohlgefühl, seine Versorgung. Ein glänzendes, weiches Fell ist kein Zufall, sondern Ergebnis vieler kleiner Entscheidungen. Ernährung spielt dabei eine zentrale Rolle – nicht nur wegen der Inhaltsstoffe, sondern wegen der Haltung dahinter: bewusst füttern, beobachten, anpassen. Haut und Fell sind keine Nebensache. Sie sind Gradmesser für das, was im Inneren geschieht. Und gerade bei jungen Hunden ist diese Verbindung besonders sensibel. Wer hier früh auf Ausgewogenheit setzt, legt die Basis für gesunde Entwicklung. Von der Haut bis zur Pfote, vom Futter bis zur Berührung.

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